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Tennis

 

Tennis wurde in Europa, insbesondere in England und Frankreich schon im 14. Jahrhundert gespielt. Früher hieß das Spiel “Jeu de Paume” (franz. "Handteller"). Zuerst wurde es mit der flachen Hand mit einem Leder- oder Korkball gespielt. Da das Absprungverhalten der Bälle nicht so gut war, hat man Tennis in sog. Ballhäusern mit sprungfreudigem Boden gespielt. Als die ersten Gummibälle auf den Markt kamen, wurde Tennis auch im Freien möglich.
Die Grundregel war damals schon die, dass der Ball höchstens einmal aufspringen durfte. Das Wort "Tennis" entstand aus "tenez" (franz. "haltet, fangt"). In den meistens dunkelfarbigen Ballhäusern spielten die Spieler daher mit weißer Kleidung. Daher wird Tennis auch “weißer Sport" genannt. Der Aufschlag war früher eher ein "Einschenken". Der Aufschläger musste den Ball auf das Dach der Anlage spielen und von dort aus fiel der Ball ins gegnerische Feld. So hatte der Gegenspieler genug Zeit den Ball zu berechnen. Damals war der Rückschlag der aggressivste Schlag. In den Ballhäusern wurde schon im 13. und 14. Jahrhundert um Geld (Sous) gespielt. Für jeden Fehler gab es 15 Sous. Dies war die Zählweise für ein Spiel: 0, 15, 30, 45. So entstand der Zählmodus 0, 15, 30, 40 .
Heute hat der Deutsche Tennisbund (DTB) über 1,5 Millionen Mitglieder. Tennis hat sich zu einem Volkssport ausgeweitet, bei dem es nicht nur auf eine schnelle Reaktion, sondern auch auf ein schnelles Auge ankommt..

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Der erste Tennisclub auf deutschem Boden wurde 1881 in Baden-Baden gegründet

Leider bin ich im Tennis ein absoluter Spätbeginner. “Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr” bewahrheitet sich leider wieder einmal.

Erst 1985, im “hohen” Alter von 44 Jahren, animierte mich mein damaliger Chef, doch einmal Tennis mit ihm zu spielen. Als ich ihm erklärte, davon habe ich leider gar keine Ahnung, orderte er Tennisunterricht für mich. Auch meine Frau nahm daran teil. Wir hatten genau zehn Stunden gemeinsamen Unterricht. Danach begann ich sofort, das Gelernte in die Praxis umzusetzen mit dem alleinigen Ziel: “den Gegner plattmachen” !

Das reine Spiel um Punkte rächte sich in einem sehr eigenartigen Stil, der mit Anfängern als Gegnern trotzdem Spaß machte. Ich konnte und kann immer noch gut laufen, und die Kondition war dank meiner jugendlichen Sportbesessenheit auch immer noch gut. Das Gewöhnen und Umlernen auf einen richtigen klassischen Stil bereitet mir noch heute Probleme. Ich arbeite daran. Und dabei helfen mir gute Freunde, die eine unglaubliche Geduld haben und nicht müde werden, mich zum ordentlichen Tennisspieler heran zu züchten.

Mein erster Verein war in Essen der Tennisclub von Burgaltendorf, in dem ich leider wegen allzu großem beruflichen Engagements viel zu wenig gespielt habe. Etwa zehn Jahre lang habe ich fast überhaupt nicht gespielt, dann nahm man mich auf in den Tennisclub von Hannover-Bemerode: TSV Bemerode von 1896 e.V. Ein Freundeskreis hat sich hier gebildet, der seinesgleichen sucht. Jeder steht für den anderen ein, auch wenn manchmal Kleinigkeiten zu kurzfristigem Missklang führen. Das ist selten, kommt aber je nach “Diskussionsteilnehmern” hin und wieder vor. Es gehört zu diesem Verein wie das Wasser zum Feuer und bildet die freundschaftliche Würze. Die Freude, miteinander zu spielen und zu feiern oder einfach zu reden, steht immer im Vordergrund. Ich fühle mich sehr wohl in Bemerode und genieße den Freundeskreis wann immer es geht. “Gemeinsam alt werden” ist die hehre Parole.

In dieser Saison spiele ich das erste Mal in der Mannschaft. Man hat mich hineingewählt, obwohl ich nach meiner Spielweise beurteilt noch gar nicht da hinein gehöre: die 65-iger spielen in der Landesliga! Mein Platz ist weit hinten in der Rangliste, so dass mein Einsatz sich in Grenzen halten wird. Der Erhalt des Ligaplatzes ist deshalb wohl nicht gefährdet.

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...und so spielte man damals in Wimbledon

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Die Homepage findet man unter folgendem Link:     TSV Bemerode Tennis

um zu erfahren, wie meine Freunde heißen, bitte mit der Maus über das Bild fahren

meine Tennisfreunde
ATP Weltrangliste August 2017

ATP-Weltrangliste Stand 7.August 2017

Tennisfreunde

Tennisfreunde 2009 künstlerisch aufbereitet von Bernd Hermann

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Umtrunk nach Platzeröffnung 28.4.2010 und heißem Doppelmatch

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Entwicklung

Die wichtigsten Tennisregeln

Regel 1

 Vor dem Spiel erzählst Du allen wie lange Du schon nicht mehr gespielt hast, dass Du kaum noch trainierst und das Du eigentlich gar nicht spielen kannst weil Du ja dauernd verletzt bist, Tapes und Verbände helfen zu optischen Unterstreichung ungemein. Dein Gegner soll ja wissen, wo bei einer möglichen Niederlage von Dir die Ursachen liegen.

Regel 2

Lass Deinen Gegner auf dem Platz ruhig warten. Verzögere wo Du nur kannst. Gehe nach dem Einschlagen prinzipiell noch einmal auf die Toilette. Während Dein Gegner auf das Spiel wartet, sollest Du dann erst einmal in aller Ruhe Deine Tasche aufräumen, Schläger sortieren und Getränke überprüfen. Danach wird ausgiebig über den Platz gemeckert. Ganz wichtig ! Eventuell solltest Du noch einmal Platzpflege betreiben. Auch das Bewässern von nur einer Spielhälfte ist sehr beliebt.

Regel 3

Beim Einschlagen spiel Deinem Gegner bloß nicht zu. Knall Ihm die Bälle gleich um die Ohren, den Lob viel zu hoch, Volleys am Netz immer weit am Gegner vorbei und lange Bälle dürfen erst gar nicht übers Halbfeld kommen. Kommentiere Deine Schläge in aller Deutlichkeit, damit auch Dein Gegner von Deiner reichhaltigen Erfahrung profitieren kann.

Regel 4

Hat das Match erst begonnen, gibt es viele Möglichkeiten Deinen Gegner zur mentalen Selbstaufgabe zu zwingen. Dazu gehört auf jeden Fall, dass Du jeden, aber auch wirklich jeden Ball laut kommentierst. Eigene Fehler grundsätzlich immer bejammern, bei Fehlern des Gegners möglichst "com on oder geht doch" rufen. Dazu darf natürlich eine geballte Faust in Richtung des Gegners nicht fehlen. Auch Deine Vor- und Rückhände sind durch heftiges Stöhnen noch effektiver. Stöhnt Dein Gegner, mache Ihn sofort auf seine Unsportlichkeit aufmerksam!

Regel 5

Sollte das Spiel trotzdem zu kippen drohen, musst Du zu anderen Mitteln greifen. Wenn Dein Gegner aufschlägt zeige Ihm so oft wie möglich das Du noch nicht bereit bist, weil Du noch unbedingt Deine Schuhe binden musst. Verzähle Dich regelmäßig und immer zu Deinen Gunsten. Übersteige beim Service um mindestens einen Meter, gebe knappe Bälle generell aus. Du bist ja auf Deiner Seite Dein eigener Schiedsrichter. Lass dir andererseits jeden Aus- Ball zeigen. Egal wie weit er aus war, versuche immer Deinen Gegner zum wiederholen des Balles zu überreden ! Geht er nicht darauf ein, murmelst Du Kopfschüttelnd von Betrug und fehlender Fairness.

Regel 6

Auch "Verletzungspausen" sind ein probates Mittel um Deinen Gegner aus dem Spiel zu bringen. Mit schmerzverzerrten Gesicht zu Bank humpeln, dann aber mit Zuschauern und Freunden scherzen. Ruhe Dich etwas aus, trinke eine Cola, wechsle den Dress, lass Dir einfach Zeit. Wenn Deinem Gegner irgendwann der Geduldsfaden zu reißen droht und er den Schiedsrichter holen will, komm Ihm zuvor ! Hol Du den Schiedsrichter und wirf Deinem Gegner dann alles vor, was Du selbst gemacht hast !

Regel 7
Solltest Du trotz aller Anstrengungen merken, dass Dein Gegner zu stark ist. Gib im ersten Satz einfach auf. Das hat den Vorteil, dass Du Dich nicht weiter umsonst anstrengen musst, und das Dein Gegner für dieses Spiel keine DTB Ranglistenwertung bekommt.

Regel 8

Hast Du den Krieg (Sorry, das Spiel) letztendlich gewonnen, darf ein versöhnliches" Tapfer Gekämpft oder Kopf hoch - das wird schon noch ! " auf keinen Fall fehlen. Auch ein gemeinsames Foto mit Deinem Gegner kommt immer sehr gut an.

Regel 9

Nach dem Spiel überzeuge noch alle Anwesenden, dass Du trotz der Unfairness des Gegners und Deiner schlimmen Verletzungen der weitaus bessere Spieler warst. Schließlich spielt keiner so eine Vorhand wie Du. Und wer schmettert besser? Deine vielen Siege kommen schließlich nicht von ungefähr.

Regel 10

Bevor Du triumphierend nach Hause fährst, versuche noch Freundschaften mit anderen Spielern knüpfen. LEIDER WIRST DU KEINEN MEHR FINDEN DER ETWAS MIT DIR ZU TUN HABEN WILL !!!!!!!

Dass man im Laufe der Jahre nicht jünger wird, ist eine Binsenweisheit. Der ein oder andere leidet still an den Schmerzen in seinem Knochengerüst oder ist von einer Herz-Krankheit betroffen oder die Prostata muss operiert werden. Mich hat es an den Knien erwischt, die beim Treppensteigen signalisieren, dass ich doch besser den Fahrstuhl nehmen solle. Glücklicherweise kann ich aber noch schmerzfrei mich in der Ebene oder auf Steigungen bewegen. So trägt jeder sein persönliches Handicap mit sich herum. Eines aber ist bestehen geblieben, und das ist die enge, besondere Freundschaft unter uns noch Tennisspielern und den nicht mehr Tennisspielern. Unsere Devise, gemeinsam alt zu werden hält nach wie vor. Ich möchte diese Freundschaften nicht missen.

Geburtstagseinladung in den Annaturm im Deister

Seit Jahren ist es gute Tradition, dass man zu seinem Geburtstag einlädt, z.B. in unser Tennislokal bei Manfred, zu einem Umtrunk mit gut Essbarem. Im Oktober 2016 haben sich Max und Helmut etwas Besonderes einfallen lassen. Sie haben Ihre Geburtstage einladungsmäßig gekoppelt und haben uns zum Annaturm im Deister geführt. Getroffen haben wir uns gegen 11 Uhr auf einem Parkplatz am Nienstedter Pass. Von dort aus wanderten wir rund 3 km am Radarturm der Luftsicherung vorbei zum Annaturm, der eine lange Geschichte aufweist: Er steht auf der höchsten Erhebung des Deisters, dem Bröhngipfel, auf rund 405 m Höhe über NN.

Karte

Der erste Annaturm wurde erbaut im Jahr 1833 und diente der Landesvermessung, die der berühmte Gauss veranlasst hatte. Der Turm bestand aus Holz und Eisen und wurde mehrfach erneuert. Den Namen erhielt er von der Ehefrau des Maurermeisters, der den dritten Turm 1880 baute.
1888 wurde der vierte Turm errichtet, diesmal aus Stahl.
1904 wurde der fünfte Turm errichtet, diesmal als Stahlgitter Konstruktion. Im zweiten Weltkrieg diente er der Flugbeobachtung, später der Flugsicherung
1982 wurde der sechste Turm errichtet, diesmal als Betonröhre, die heute noch den Turmschaft bildet.Und das Wichtigste: die Gaststätte Annaturm wurde angegliedert.

Unser eigentliches Ziel war damit die Gaststätte Annaturm, die sich als rustikal und sehr gut bewirtschaftet herausstellte. Obwohl wir mitten in der Woche hier her kamen, stellten wir überrascht fest, dass die Gaststätte bereits gut besucht war. Helmut und Max hatten zwei große Tische für uns reserviert, schließlich hatten sich 15 von 18 zu dieser schönen Wanderung angemeldet. Das Essen genossen wir etwas verschwitzt, da wir vom Parkplatz etliche Höhenmeter bewältigen mussten, aber auch der gusseiserne Ofen, ein sog. Kanonenofen, dessen glühende Holzscheite viel Wärme ausstrahlten, trug dazu bei. Auf die Besteigung des Turms verzichteten wir, da es etwas neblig war und somit die Sicht nur eingeschränkt sein konnte. Bei guter Sicht kann man von dem Turm bis nach Hildesheim, dem Steinhuder Meer und sogar bis zum Brocken blicken.

Der Rückweg zum Parkplatz gestaltete sich leichter, da es fast ständig bergab ging. Besonders die zahlreichen politischen Themen ließen trozt des guten Essens keine Nachmittags-Müdigkeit aufkommen. Zu unserer Freude hatten unsere Autos auf dem doch einigermaßen abgelegenen Waldparkplatz keinen Schaden genommen, so dass wir unbeschwert gegen 15:30 den Rückweg antreten konnten. Unser Dank gilt nochmals den Einladenden und Initiatoren Helmut und Max.

Treffpunkt Parkplatz
Die Einladenden Max u. Helmut
Die Wanderung beginnt
Wanderung zum Annaturm
Wanderung im Nebel
Der Annaturm ist erreicht
Eintreffen am Annaturrm
Gruppenbild
In der Gaststätte Annaturm
Gruppenbild
In der Gaststätte Annaturm
Beginn des Rückweges
Letzter Blick auf den Annaturm
Auf dem Weg zum Parkplatz